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Das Böse lauert immer - und überall

Ich gebe zu: Mein Name ist Uli, und ich bin Opfer einer versuchten Erpressung. In den letzten Tagen erreichten mich E-Mails von Adeline, Josephine, von Constanze, Allyson, Celina und Brittany – um nur einige zu nennen.

 

Alle wollen Geld von mir. Insgesamt schon 6.600 Dollar. Ich fürchte, es kommen noch einige Damen hinzu. Falls ich nicht binnen kürzester Zeit zahle, würden alle meine Kontakte in den sozialen Netzwerken Filmchen von mir sehen, die zeigen, wie ich Internetseiten mit pornografischen Inhalten betrachte. „Versuchte Erpressung“, bestätigte auch das Kommissariat in Dülken und riet zu einer Online-Anzeige. Zurückhaltender war die Einschätzung, wie erfolgreich diese Anzeige sein würde. Die angegebene Adresse, zu der ich das Geld (in Bitcoins) senden sollte, führe ins dunkle Netzt, ins Nichts.

Wenn man mir zum x-ten Mal den umkompliziertesten Nagellackentferner, den es je gab, anbietet, dann ist das nicht komisch, lästig halt. Über diesen Erpressungsversuch kann ich aber überhaupt nicht lachen: Es ist kriminell. Dass man die Menschen, die hinter dieser Masche stecken, nicht greifen und bestrafen kann, macht mich traurig. Denn wie die Polizei auch mitteilte, fällt der eine oder andere auf diesen perfiden Trick herein. Selbst wenn er auf nicht nackte Haut geschaut hat. Vielleicht, denkt er, es könnte doch..

Fest steht: Höchste Aufmerksamkeit ist geboten, wenn man im Internet unterwegs sein will oder das Mail-Programm nutzen will.


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