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Mut und Entschlossenheit

In den Ratssaal des Nettetaler Rathauses hatte die Stadt zum Neujahrsempfang eingeladen. Bürgermeister Christian Wagner (am Rednerpult) ging in seiner Rede auch auf den demografischen Wandel ein. Foto: Uli Rentzsch

Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Bürgerschaft und gesellschaftlichem Leben waren zum Neujahrsempfang für das Jahr 2015 der Stadt Nettetal eingeladen. In seiner Ansprache hatte Bürgermeister Christian Wagner den demografischen Wandel zum Thema gemacht.

 

Nettetal. Die weiß Gott nicht immer positiven Entwicklungen vor den Toren Europas veranlassten Bürgermeister Christian Wagner auch zu Situation der Flüchtlinge Stellung zu nehmen. „Insbesondere die Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsgebieten des Nahen Ostens werden über lange Zeit auch bei uns in Nettetal bleiben“, sagte er, „wir verzeichnen hier einen deutlichen Anstieg, und ein Ende der Entwicklung ist dabei nicht abzusehen.“ Man müsse das Engagement darauf ausrichten, den Neuankömmlingen eine tragfähige Zukunftsperspektive zu vermitteln.

Zum Hauptthema seiner Rede bestimmte Wagner den demografischen Wandel, der auch vor Nettetal nicht Halt machen würde. Dass die Einwohner Nettetals älter würden, dürfe man nicht als Bedrohung wahrnehmen, sondern eher als Herausforderung verstehen. Zwar gebe es beispielsweise schon jetzt nicht mehr genügend qualifizierte junge Nachwuchskräfte, die die Lücken der ausscheidenden Fachkräfte schließen, doch sieht Wagner die Stadt Nettetal gewappnet, die geeigneten Lösungen zu finden. „Im Rahmen des Leitzielprozesses 2015+ haben wir uns dafür entschieden, unsere Chancen aktiv zu nutzen und uns gleichzeitig als soziale und familienfreundliche Stadt um die Belange der Menschen zu kümmern“, sagte er. Die sich ergebenden Herausforderungen sind einerseits, die Entwicklungsmöglichkeiten des Stadtentwicklungskonzeptes zu nutzen, andererseits das Gemeinwesen so weiterzuentwickeln, dass sich junge wie alte, kranke wie gesunde, behinderte und nicht behinderte Menschen in Nettetal wohl fühlen. Mit Mut, Entschlossenheit und harter Arbeit sowie einem stärkeren Gemeinschaftsgefühl könne es gelingen, diese Herausforderungen zu bewältigen.

Info:
Zu Beginn seiner Rede bat Bürgermeister Christian Wagner die Gäste um eine Schweigeminute, um den betroffenen Menschen in Frankreich nach dem Terroranschlag das Mitgefühl aller auszudrücken.

Der Artikel erschien im StadtSpiegel am 14. Januar 2015.


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