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Weltweit vor Ort sein

„Nicht auf das Kauferlebnis vor Ort verzichten.“ Die Grafikdesignerin Ellen Herbst. Foto: Privat

Jeder weiß es, aber viele Geschäftsleute fügen sich hilflos in ihr Schicksal: der Onlinehandel nimmt stetig zu, während viele Einzelhandelsgeschäfte aufgrund mangelnder Kundschaft schließen müssen.

 

Kaldenkirchen (red). „Das muss nicht sein!“, meint die freiberufliche Grafikerin Ellen Herbst aus Kaldenkirchen, „Shopping-Touren mit der besten Freundin sind immer noch eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Das Einkaufen im Laden muss wieder zum Erlebnis werden! Meines Wissens nach wären viele Kunden bereit ,etwas höhere Preise im Geschäft als im Internet zu bezahlen, wenn dafür der Service stimmt: gute, unaufdringliche und vor allem freundliche Beratung ohne Zeitdruck, umfangreiche Auswahl oder zumindest Bestellmöglichkeiten, schöne Verpackungen oder kleine Extras beim Kauf, Sitzgelegenheiten, ein Getränk und regionale Rabatt-Aktionen tragen zum Kauferlebnis bei.“

Wenn möglich, könnte noch die Lieferung nach Hause angeboten werden, wie es viele Apotheken bereits umsetzen. Ein wichtiger Bereich wird aber unterschätzt: Fakt ist, dass der Durchschnitts-Deutsche laut FAZ im vergangenen Jahr bereits 275 Minuten täglich im Internet surfte. 

Dabei trifft er ständig auf Angebote der großen Onlinehändler, wodurch diese Marken dauernd in den Köpfen der Kunden präsent sind. Kleinere Geschäfte werben hingegen selten im Web und auch nicht mit Flyern oder Prospekten. Dabei kann jeder seine eigene Facebookseite kostenlos erstellen und dort den „Fans“ seine aktuellen Angebote präsentieren, so dass der Kunde Lust bekommt, seinen nächsten Einkauf dort zutätigen.

„Leider sind viele Unternehmer kategorisch gegen Social Media wie Facebook und stellen sich deren Nutzer meist irrtümlich nur als Teenager vor. Dabei darf der Umstand nicht ignoriert werden, dass dort potenzielle Kunden tatsächlich einen Großteil ihrer Freizeit verbringen. Firmen, die aktives Online Marketing betreiben, schöpfen die Interaktivität der digitalen Medien aus. Dadurch gewinnen und binden sie ihre Kunden“, fasst die Kommunikationsdesignerin zusammen.

Auch eine Webseite kann man mittlerweile sehr kostengünstig betreiben, nachdem sie einmal erstellt ist. Natürlich gibt es auch hier einiges zu beachten und man lässt sich am besten von einem Fachmann oder einer Fachfrau beraten, um Fehlern vorzubeugen – die nicht selten auch rechtliche Konsequenzen haben – und die aufgebrachte Zeit wirklich effektiv zu nutzen.

Weitere Infos unter: www.grafikstudio-herbst.de


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