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Das Verbreiten der Freude

Gerade von der Arbeit nach Hause gekommen – und gleich dreht sich alles um den Karneval: Manfred Mertens, Präsident der Karnevalsgesellschaft Fidele Heide. Foto: Uli Rentzsch

Alle drei Jahre zwängt sich der Tulpensonntagszug durch die Lobbericher Straßen. Tausende Besucher schunkeln, feiern und tanzen mit. Neben dem Karnevals Komitee Lobberich (KKL) ist auch die Karnevalsgesellschaft Fidele Heide mit im Organisationsteam an Bord – besser gesagt auf dem Prunkwagen.

 

Lobberich. Wer schon mit sechs Jahren mit dem nötigen Weitblick formulierte, er möge denn auch mal Karnevalsprinz werden, der hat wohl das närrische Blut in seinen Adern und lässt das jecke Herz pulsieren. Manfred Mertens ist seit 1983 Präsident der Lobbericher Karnevalsgesellschaft Fidele Heide, ein Jahr später war er zusammen mit seiner heutigen Ehefrau Ulrike (damals van Brüssel) Stadtprinz. Ein wenig stolz schwingt in den Worten von Manfred Mertens mit, wenngleich er die Zahl nüchtern vorträgt: „Derzeit haben wir rund 365 Mitglieder in der Fidelen Heide. Wir sind eine der größten Karnevalsgesellschaften in der Region.“ Von Nachwuchssorgen könne man nicht sprechen, auch die Veranstaltungen der Fidelen Heide seien außerordentlich gut besucht, die meisten schon Wochen vorher ausverkauft.

Im Jahr 2014 stellte die Fidele Heide das Stadtprinzenpaar: Wolfgang I und Anne I (Koch) sind schon lange in ihrem Karnevalsreich unterwegs und bereiten den Jecken große Freud’. Na gut, ganz so neu ist das nicht, das aus den Reihen der  Karnevalsgesellschaft Stadtprinzenpaare kommen: Die Fidele Heide listete in ihrer damals (2014) 78-jährigen Geschichte so manches Prinzenpaar in die Analen.

Stimmt, vor drei Jahren (also 2011) feierte die Fidele Heide ihren 75-jährigen, närrischen Geburtstag. Damals präsentierte das Stadtprinzenpaar Norbert I. und Agnes I. Feldges die Fidele Heide. „Das Verbreiten von Frohsinn und Freunde steht in den Grundsätzen des Vereins“, schrieb Manfred Mertens in der Festschrift und dankte den Gründern und Vereinsmitgliedern, die diesen Gedanken auch in schweren, historischen Zeiten nicht fallen gelassen haben.

Heute ist die KG Fidele gut aufgestellt: der Elferrat natürlich, aber auch der Damen-Elferrat, die Tanzgarde Blau-Weiß, der Ältestenrat und Funkenmariechen in drei Altersklassen, inklusive der Minigarde. Dort widmen sich schon Fünfjährige dem Tanz.
Karneval – das kann durchaus harte Arbeit sein. Wo bleibt also der Spaß? „Der Spaß kommt, wenn man den Charakter hat, anderen Menschen eine Freude zu bereiten“, sagt Manfred Mertens. Das fordere den Idealismus des Einzelnen heraus. Viele arbeiten viele Stunden und sind glücklich, wenn sie am Ende den Applaus bekommen

Manfred Mertens selbst blickt auf eine lange Karnevalskarriere zurück. Seit 1977 ist er Mitglied in der Fidelen Heide, ein Jahr später im Elferrat, damals schon längst infiziert mit dem närrischen Virus, spätestens angesteckt als Sechsjähriger.

Mehr Informationen: www.fidele-heide.de

Der Artikel erschien im StadtSpiegel Viersen am 19. Februar 2014.


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