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Schon das Gras ist aufregend

Brigitte Beckers, Doris Ginditzki und Helmut Angendohr (von links) mit ihren Schäferhunden. Foto: Uli Rentzsch

Der Verein für Deutsche Schäferhunde, hier die die Ortsgruppe Kaldenkirchen, veranstaltet am Sonntag, 7. Juni, eine große Zucht- und Nachwuchsschau. Rund 100 Schäferhunde werden auf dem Vereinsgelände in Leuth erwartet.

 

Kaldenkirchen. Rund 20 Mitglieder treffen sich in der Ortsgruppe Kaldenkirchen regelmäßig, um gemeinsam mit ihren Schäferhunden zu lernen und zu trainieren. Denn am Ende haben alle ein Ziel im Visier. Bei solch einer großen Veranstaltung möchte man gerne einen Pokal gewinnen. Einen Pokal für Schönheit, für die perfekte Anatomie, für ein gutes Wesen. Ein Pokal nur für die Vitrine ist es nicht. Es ist eine Bestätigung des intensiven, fast täglichen Trainings mit dem Hund. „Der Hund hat zwar nichts von diesem Pokal, doch er merkt deutlich, dass er gelobt wird“, sagt Doris Ginditzki, Zuchtwartin und Ausbildungswartin bei der Kaldenkirchener Ortsgruppe. Sie selbst hat zwei Schäferhunde.

Der Schäferhund ist ein Schutz- und Gebrauchshund. Wir alle kennen ihn als Blindenhund, als Polizeihund oder als Rettungshund. Der Schäferhund möchte aber auch bewachen und verteidigt Herrchen, Frauchen und Hof und Haus. Schon nach acht Wochen beginnt für den jungen Welpen das Training. „Lernen in Etappen“, nennt das Doris Ginditzki. Denn man muss sich vor Augen halten, dass für die jungen Hunde schon das Gras eine fantastische Entdeckung ist. Ein langer (Trainings-)Weg beginnt. Der Hund akzeptiert den Menschen als Chef seines Rudels. „Für uns ist die Ausbildung unserer Hunde nicht nur Hobby, sondern auch Sport“, erklärt Doris Ginditzki. Das Vereinsgelände in Leuth ist so groß wie ein halber Fußballplatz. Beim Training auf dem Gelände kommt so mancher Kilometer zusammen. Aber die Hunde lernen auch, am Fahrrad zu laufen. Die Übung (20 Kilometer am Rad) ist sogar Prüfungsgegenstand für eine Ahnentafel, die vom Zucht-Hauptverband vergeben wird. Voraussetzung für eine reinrassige Zucht ist eben diese Ahnentafel.

Am kommenden Sonntag werden die Schäferhunde in verschiedenen Klasse, aufgeteilt nach Alter geprüft. Ein Hund hat sich sogar von Japan aus auf den Weg nach Leuth gemacht, ein anderer kommt aus Leeds. Am späten Nachmittag wird feststehen, welcher Schäferhund, welcher Hund das Prädikat „vorzüglich“ tragen darf.

Info:
Der Übungsplatz , befindet sich Am Brandt 3b, in Nettetal-Leuth. Weitere Informationen unter www.schaeferhundeverein-kaldenkirchen.de.

Der Artikel erschien im StadtSpiegel am 3. Juni 2015.


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