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Lass uns einen Tanz lernen

Die Junioren-Garde von „Alles det met“ mit den Trainerinnen Camilla Knops, Gina Dohmen und Annika Brüster (hinten von links) beim Training. Foto: Uli Rentzsch

Was ist der besondere Kick an der Garde? Die Garde ist der Kick. Das liegt doch auf der Hand. Die drei Tanz- und Showgarden der Karnevalsgesellschaft „Alles det met“ aus Kaldenkirchen wissen genau, was das bedeutet: Ein Lebensgefühl in einer funktionierenden Gemeinschaft erleben können.

 

Kaldenkirchen. Wir sind Gast beim Mittwoch-Training der Junioren-Show- und Tanzgarde in der Gaststätte „Zur Mühle“ in Kaldenkirchen. Die drei Trainerinnen Annika Brüster, Camilla Knops und Gina Dohmen bereiten die Garde auf die neue Saison vor. Neue Tänze müssen einstudiert werden, es gibt viel zu tun, bis die Choreographie perfekt sitzt. Die Trainerinnen haben die Musik vorbereitet und geschnitten, haben Ablauf und Tempo arrangiert und machen nun Schritte und Bewegungen vor. Vorher wärmen sich alle intensiv auf. Training – das heißt zwar in erster Linie Tanz, meint aber mindestens Ausdauer, Kraft, Dehnung, Koordination und Taktgefühl.

Die drei Garden von „Alles det met“ begleiten aktiv die Karnevalssession – das ist unumstößlich. Hoppeditz-Erwachen, Prinzenproklamation oder verschiedene Büttenabende gehören ins feste Repertoire. Aber auch bei Schützenfesten zeigen die Garden ihr Können. Außerdem nehmen sie an Turnieren teil, um sich beim Showtanz präsentieren zu können. Inzwischen sind 26 Pokale zusammengekommen – eine große Auszeichnung für die viele Mühen beim Training, aber auch der Lohn für die gelebte Gemeinschaft. Besonders bei den Stadtmeisterschaften in Eschweiler war die Große Garde überaus erfolgreich. Eine Jury, die meist vom Veranstalter gestellt wird, bewertet Choreographie, Musik, Schrittvielfalt, Synchronität und den Schwierigkeitsgrad.

„Die Sieben- bis Neunjährigen bilden die Minigarde, die Elf- bis 15-Jährigen die Juniorengarde“, erklärt Camilla Knops. Ab 16 Jahren kommt man in die Große Garde und bleibt ... und bleibt.

Einmal im Jahr geht es ins Trainingslager, beispielsweise in die Blockhütte ins benachbarte Holland. Natürlich wird bei solchen Aktivitäten der Gemeinschaftssinn gestärkt, aber auch hier genießt das Training oberste Priorität. „Die Trainingslager sind ganz wichtig für den Feinschliff“, sagt Gina Dohmen. Juniorengarde und Große Garde werden so intensiv auf die neue Saison vorbereitet. Die Eltern unterstützen die Aktivitäten. „Wir können uns über das herzliche Verhältnis zu den Eltern freuen“, sagt Annika Brüster. Gerade noch wurden die Eltern bei einem Elternabend in die aktuellen Vorhaben eingebunden.

Jetzt stehen die neuen Tänze im Fokus. „Das heißt auch neuer Fleiß“, meint Gina Dohmen. Die Freude darauf ist nicht zu übersehen.

Info:
Weitere Informationen zu den drei Garden findet man im Internet unter www.allesdetmet.de
Informationen zur Großen Garde gibt es unter www.grosse-garde.com.

Der Artikel erschien im StadtSpiegel am 6. Mai 2015.


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